2. Frankfurter Familienkongress

„Orte für Kinder und Familien"
26. Mai 2008
Veranstaltungsort: Bürgerhaus Bornheim


„Orte für Kinder und Familien" war der Titel des 2. Frankfurter Familienkongresses am 26.Mai 2008 im Bürgerhaus Bornheim, an dem 230 Interessierte aus Kindertagesstätten, Familienbildung, Unternehmen, Sportvereinen, Stiftungen, sowie aus Bereichen von Gesundheit und Pflege, teilnahmen.

Frühkindliche Bildung soll einen höheren Stellenwert in der kommunalen Kinder- und Familienpolitik erhalten. Hierzu wird die Entwicklung einer neuen Generation von kinder -und familienfördernden Bildungs- und Dienstleistungsorten erforderlich.

Bürgermeisterin Jutta Ebeling begrüßte die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Kinder- und Familienzentren in Frankfurt. Sie betonte die Notwendigkeit, dass sich Fachkräfte auf die veränderten Bildungs- und Betreuungserwartungen junger Familien einstellen und verwies auf die besseren Startchancen für Kinder, wenn die Kinder- und Familienzentren zu Orten für Familien werden. Der neueste Armutsbericht zeigt eindringlich, dass gemeinsam mit Kindern und Eltern neue Wege und Investitionen in die frühe Bildung zu leisten sind.

Joachim Vandreike, Geschäftsführer der BHF-BANK-STIFTUNG, erläuterte in seinem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung von frühkindlicher Bildung. Die Stiftung fördert das Projekt „Kinder- und Familienzentren als neue Orte frühkindlicher Bildung" und auch den Frankfurter Kongress. Die Investitionen in frühe Bildung bringen Nutzen, den Kindern und Eltern, der Nachbarschaft, Gemeinde und Städte wie Wirtschaft.

Der 2. Frankfurter Familienkongress knüpfte an aktuellen internationalen, nationalen und regionalen Forschungsergebnissen an. Die Referentinnen Angelika Diller vom Deutschen Jugendinstitut in München und Dr. Sabine Hebenstreit-Müller vom Pestalozzi-Fröbel-Haus in Berlin, plädierten für die Einbeziehung der sozial benachteiligten Eltern in die Bildungsprozesse ihrer Kinder. Das englische Early-Excellence-Centre- Programm, die Studie des Deutschen Jugendinstituts zu den Eltern-Kind-Zentren sowie das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser verfolgen neue Kooperationswege mit Familienbildungsstätten, Sportvereinen, Unternehmen, Initiativen älterer Menschen und der aktiven Beteiligung von Eltern an Bildungsprozessen ihrer Kinder.

Auf einer Informationsbörse präsentierten sich zehn innovative Praxismodelle aus Frankfurt.

Flyer 2. Frankfurter Familienkongress pdf symbol